Effizient unterwegs.
Hintergrundwissen für Spritsparprofis.
Sinkende Emissionswerte
 Seit Anfang der 1990er Jahre stoßen immer mehr Autos immer weniger Emissionen aus. Diese Trendwende entstand im Wechselspiel immer strenger gefasster Abgasgesetze mit der Entwicklung der effizienten Abgasreinigungstechnologie. So ist in den letzten fünf Jahren die Zahl der Fahrzeuge, die die Euro 4 Norm erfüllten, von 2.373.077 im Jahr 2003 auf 13.208.765 im Jahr 2008 gestiegen. Insgesamt wurden 2008 die Emissionsklasse Euro 3 oder 4 von 53 Prozent aller Pkw erfüllt, 2003 waren es noch 37,8 Prozent.
Der durchschnittliche Gesamtverbrauch sinkt trotz weiter steigender Kilometerleistungen, weil die Motoren immer effizienter und mit einem immer besseren Wirkungsgrad arbeiten. Die Einführung des Dreiweg-Katalysators für Benzinmotoren war ein Quantensprung in der Reduzierung der vom Auto produzierten Emissionen. Kohlenmonoxid- (CO), Stickstoffoxid- (NOx) und Kohlenwasserstoff-Emissionen (HC) haben seit dem abgenommen: Mit Einführung der Euro 4 Norm im Jahr 2005 werden nur noch 15 Prozent der CO-Emissionen, 11 Prozent der HC-Emissionen und 43 Prozent der NOx-Emissionen aus dem Jahre 1980 ausgestoßen.
Wo weniger Emissionen ausgestoßen werden, wird die Luft reiner. Dies zeigen auch die Messungen an vielen verkehrsreichen Plätzen und Straßen, wo die Luftqualität von Jahr zu Jahr besser wird und die Belastung kontinuierlich abnimmt. Dennoch haben selbst im Jahr 2008 immer noch fast die Hälfte aller Fahrzeuge nicht die Euro 3 oder 4 Norm erreicht.
Volkswagen präsentiert „Blue Motion Technologies“
Volkswagen hat mit „Blue Motion Technologies“ die besten Umwelttechnologien von heute gebündelt, um dem automobilen Anspruch von morgen gerecht zu werden. Es sind Entwicklungen, wie das neue Start-Stopp-System und die Energiegewinnung per Rekuperation, der Elektroantrieb und Hybrid-Systeme sowie Antriebssysteme im Stile des neuen TSI EcoFuel.
Die BlueMotionTechnologies sind bereits in drei extrem sparsamen und sauberen Passat-Versionen auf dem Markt. Blue Motion hat ein Verbrauch von unter fünf Litern, Blue TDI erreicht EU 6 und der TSI EcoFuel emittiert lediglich 119 g/km CO2.
Hinzukommt der Prototyp des Touareg V6 TSI Hybrid. Er verfügt über eine Leistung von 245 kW / 333 PS und weist dabei einen Verbrauch von unter 9,0 l/100 km auf. Dieser Volkswagen geht 2010 als weltweit erster Hybrid-Geländewagen mit 3,5 t Anhängelast in Serie. Dabei nutzt der deutsche Automobilhersteller die Hightech-Allianz aus einem per Kompressor aufgeladenem V6 TSI (245 kW) und einem Elektromotor (38 kW. Bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h kann der Touareg V6 TSI Hybrid allein via Elektromotor gefahren werden.
Fahren mit Autogas -
Eine kostengünstige Variante zu Benzin und Diesel
In Europa fahren circa zwei Millionen Fahrzeuge mit Autogas. In Deutschland hat sich dieser Kraftstoff als Alternative zu Benzin oder Diesel bisher nicht durchsetzen können. Autogas ist ein Gemisch aus Propan und Butan, sozusagen nicht anderes als Flüssiggas (Liquified Petroleum Gas), das bei der Erdöl- und Erdgas-Förderung sowie in Erdöl-Raffinerien anfällt. Der bei atmosphärischem Druck gasförmige Zustand geht bei einem Druck von nur sechs bis acht bar in den flüssigen Zustand über, so dass Autogas relativ einfach gespeichert werden kann.
Durch das Fahren mit Autogas werden die CO2-Emissionen um bis zu 15 Prozent gesenkt, außerdem wird der Ausstoß von schädlichen aromatischen Kohlenwasserstoffen reduziert. Die häufige Annahme, dass beim Fahren mit Autogas bedeutend weniger Abgasschadstoffe als beim Fahren mit Benzin verursacht werden, trifft leider nicht zu. Die Emission gesetzlich limitierter Schadstoffe (CO, HC, NOx) verringert sich beim Fahren mit Autogas nicht wesentlich. Bei Parkhäusern kann es zudem vorkommen, dass Autogas-Fahrzeugen die Einfahrt verwehrt wird.
Fahrzeuge & Technische Ausstattung
In Deutschland sind zur Zeit fast alle Autogasanlagen für benzinbetriebene Fahrzeuge auf bivalenten Betrieb ausgelegt, es ist also möglich, während der Fahrt von Benzin- auf Gasbetrieb umzuschalten und umgekehrt. Generell können alle Benzinfahrzeuge auch mit Autogas fahren. Interessenten sollten vor einer Nachrüstung bei Neufahrzeugen beim Fahrzeughersteller die möglichen Auswirkungen auf die Garantiebestimmungen nachfragen. Beim Fahren wird das Autogas nicht vom Motor angesaugt, sondern gasförmig oder neuerdings auch flüssig eingespritzt. Je nach Motor, Katalysator- und Abgasreinigungsanlage, Autogasanlage, Gaszusammensetzung, Witterung und Fahrweise wird der Kraftstoffverbrauch im Gasbetrieb gegenüber dem Bezinbetrieb um etwa 15 bis 25 Prozent steigen, die Motorleistung dagegen fällt um gut zehn bis 15 Prozent ab.
Bei der Nachrüstung eines Fahrzeugs müssen Autogastank, Verdampfer-Druckregler, Gasdosiereinheit, Einspritzeinrichtungen und elektrisches Steuergerät zusätzlich in das Fahrzeug eingebaut werden. Als Kraftstofftanks werden spezielle Gastanks mit vorgeschriebenen Absperr- und Sicherheitseinrichtungen in oder unter den Kofferraum eingebaut. Je nach Nutzung und Größe des Fahrzeugs kann der Einbau auch im Fond erfolgen.
Es sollte aber beachtet werden, dass wegen der fehlenden Unterflurtechnik mit der Nachrüstung je nach gewünschter Tankgröße auf den Kofferraum so gut wie verzichtet werden muss. Deshalb sind vor allem Gastanks zu empfehlen, die in die Mulde des Reserverades unter der Kofferraumabdeckung passen. Eine Nachrüstung sollte generell nur bei speziell qualifizierten, geprüften Kfz-Fachbetrieben erfolgen, die auch die TÜV-Abnahme des umgebauten Fahrzeugs veranlassen.
Tankstellen
In Deutschland wird flächendeckend an mehreren tausend Tankstellen Autogas angeboten. Einige Tankstellen befinden sich allerdings auf Betriebsgeländen und/oder sind nicht rund um die Uhr anfahrbar. Bei Fahrten ins Ausland ist zu beachten, dass die Zapfanschlüsse nicht genormt und deshalb Adapter erforderlich sind.
Škoda Fabia GreenLine erhält Auto-Umwelt-Zertifikat
Der Škoda Fabia GreenLine ist mit dem Auto-Umwelt-Zertifikat von ÖKO-TREND ausgezeichnet worden. Das Wuppertaler Institut für Umweltforschung vergibt für den Fabia GreenLine in allen Prüfungskriterien ausschließlich die Bestnote ‚sehr gut'. Dem Zertifikat liegt „eine umfassende Bewertung der Umweltverträglichkeit eines Automodells" zu Grunde: Kraftstoffverbrauch, Geräusch- und Schadstoffemissionen fließen ebenso in die Beurteilung mit ein wie ökologische Kriterien von Produktion, Beschaffung, Logistik, Recycling und das Umweltmanagement des Herstellers.
Die verbrauchsoptimierte Version Fabia GreenLine ist mit dem 1.4 TDI Motor (59 kW/80 PS) ausgerüstet und begnügt sich im Schnitt mit 4,1 Litern Diesel auf 100 Kilometer, die CO2-Emission liegt bei 109 g/km. Die GreenLine Modelle sind eine logische Fortführung des Umweltgedankens von Škoda Auto: Wirtschaftlich arbeitende Motoren mit geringem Schadstoffausstoß sowie Ressourcen schonender Materialeinsatz und energieoptimierte Fertigungsprozesse sind dabei wichtige Eckpfeiler.
Das ÖKO-TREND-Institut analysiert und bewertet systematisch Aspekte der ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung von führenden Unternehmen sowie der ökologischen Eigenschaften von Fahrzeugen. Es verleiht das Auto-Umwelt-Zertifikat nur an Automobile, die nicht nur einen guten CO2-Wert bieten, sondern ganzheitlich in allen Produkteigenschaften hohe ökologische Ansprüche erfüllen.
(Quelle: Volkswagen AG Volkswagen.de)
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